Leben ist ...

... Begegnung

ÜBER MICH

Wollen Sie mehr über mich wissen?

 

Auch ich bin ein Mensch mit einer eigenen Geschichte und Persönlichkeit. Vielleicht interessiert es Sie, mit wem Sie es hier zu tun haben.

Ich bin 1969 geboren und aufgewachsen in Marktredwitz (Fichtelgebirge). Seit 1995 lebe ich zusammen mit meinem Mann in Niederbayern. Unsere drei Kinder sind mittlerweile erwachsen.

Schon immer sehr neugierig und vielseitig interessiert, hat es mich früh in den Bereich von Sprachen, Literatur und Philosophie gezogen. Verstehen können, etwas auch von einer anderen Seite betrachten, Bestehendes hinterfragen, ungewöhnliche Blickwinkel einnehmen und immer wieder Neues lernen - das alles macht für mich Leben lebendig.

Nach dem Abitur absolvierte ich zunächst eine Ausbildung in der Krankenpflege in Nürnberg.

Hier begegnete ich häufig Menschen in Extremsituationen und konnte beobachten, wie unterschiedlich sie ihre Krisen erlebten und bewältigten. Menschliche Nähe und die Möglichkeit, sich mitteilen zu können und verstanden zu werden, waren dabei mindestens genauso notwendig und heilsam wie die Beachtung körperlicher Bedürfnisse.

Gerne hörte ich vor allem älteren PatientInnen zu. Ihre Geschichten und Erfahrungen und vor allem die Lehren, die sie daraus gezogen hatten, bewegten mich. Dabei fiel mir immer wieder eines auf: ähnliche Umstände können Menschen wachsen lassen oder verzweifeln. In diesem Spannungsfeld stehe auch ich jeden Tag.

 

Durch die Erziehung unserer drei Kinder konnte ich mich der herausfordernden und zugleich erfüllenden Aufgabe stellen, Menschen beim Heranwachsen zu begleiten und sie zu unterstützen, ihre eigene Persönlichkeit zu entfalten und ihren Platz im Leben zu suchen. Ich selbst reifte dabei wahrscheinlich am meisten.

In diesen Familienjahren nutzte ich die persönlichen Freiräume und setzte mich mit Literatur, Seminaren und in der aktiven Mitarbeit in einer kirchlichen Gemeinschaft weiter mit philosophischen, psychologischen und theologischen Fragen auseinander. Wohin mich das geführt hat, ist schwer, in konkrete Worte zu fassen. Vielleicht so:

Mich in einer liebenden Kraft geborgen zu fühlen und gnädig begleitet, gibt meinem Leben Halt. Einen Halt, der mittlerweile viel Unbegreifliches, Unbeantwortbares und Widersprüchliches aushalten kann, vielleicht dadurch aber auch nicht mehr in einen definierbaren Rahmen passt. In diesem offenen Raum fühle ich mich inzwischen sehr wohl, kann vieles verstehen und vieles stehen lassen. Ich möchte mir weder ein konfessionelles noch religiöses Etikett mehr geben. 

Als die Kinder zunehmend selbstständig wurden, absolvierte ich eine mehrjährige Ausbildung in psychologischer Beratung und eine Weiterbildung in “Emotional Logic”. Seitdem begleite ich Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen.

Ich bin gerne in der Natur unterwegs und arbeite in und mit meinem Garten.

Hier erlebe ich mich als Teil alles Lebendigen und beobachte, dass in allem Sein eine eigene Gesetzmäßigkeit zu liegen scheint. Wie viel habe ich über die Geschehnisse in meinem eigenen Leben gelernt, indem ich die unterschiedlichen Wachstumsbedingungen von Pflanzen studiert oder mich dem mühsamen Kampf mit dem Unkraut gestellt habe. Dass manches viel Zeit braucht, dass nicht alles überall wächst, auch wenn ich es gern hätte, dass einiges trotz guter Pflege eingeht, dass ein Umpflanzen  Wunder wirken kann und manchem Gewächs gar das Leben rettet, dass aber manches sich auch ohne mein Zutun wie von selbst durchsetzt und sich gut zusammenfügt, dass ich vieles gestalten kann, manches aber nicht auszurotten ist und ich lernen muss, mit ihm zu leben, dass ich mich auf den Frühling genauso freuen kann wie auf den Herbst, vor allem aber, dass manches schon vor mir da war und auch noch lange nach mir da sein wird -

wenn ich mit offenen Augen durch diese geheimnisvolle Welt gehe , werde ich mit Weisheit, Frieden, Demut und Gelassenheit beschenkt. 

 

Als Sprachhelferin für Flüchtlinge lerne ich seit einigen Jahren viele Menschen mit herausfordernden Lebensgeschichten kennen.

Die Begegnung mit ihnen lehrt mich, wie universell das menschliche Bedürfnis nach Wertschätzung und Liebe ist - unabhängig von Religion oder Kultur. Meine Sprachschüler aus aller Welt wurden mir zudem zu Lehrmeistern in Toleranz und Offenheit. Sie zeigen mir, was es heißt, fremd zu sein und nicht verstanden zu werden. Ich bewundere ihren Mut und ihre Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen. Gleichzeitig erlebe ich hier, wie wichtig es für jeden Menschen ist, Sinn und Hoffnung in seinem Dasein zu finden und wie herausfordernd und manchmal auch überfordernd es sein kann, wenn die äußeren Bedingungen die Sinnfindung schwer machen. 

 

In all diesen Tätigkeitsfeldern habe ich gelernt, Menschen ganzheitlich zu sehen und sie mit ihren körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnissen wahrzunehmen.

Es bewegt mich, Menschen ein Stück auf ihrem Lebensweg begleiten zu dürfen.

Ich schätze es sehr, dass sie mir Einblick in ihre Erlebnisse, Gefühle und Gedanken gewähren und so auch mich immer wieder bereichern und inspirieren auf dem Weg zu lebendigem Menschsein.

Ich bin selbst eine Lernende und werde es immer bleiben. Aus meiner eigenen Geschichte und meinem Alltag weiß ich, wie herausfordernd das Leben manchmal sein kann und wie gut es tut, auf diesem Weg einfühlsame Begleitung auf vielerlei Weise zu erfahren.

Das Leben ist ein Geschenk -  schwer und schön zugleich. Ich wünsche mir und Ihnen, am Ende einmal sagen zu können: 

Es war mir eine Ehre, gelebt zu haben!